Zuhause Alle Veranstaltungen Erstmals Georgisches Buch bei 'Books at Berlinale'

Erstmals Georgisches Buch bei 'Books at Berlinale'

16 Februar, 2018

Gute Bücher sind eine wichtige Inspirationsquelle für Filmproduzenten. Daher werden auf dem Internationalen Filmfestival in Berlin alljährlich filmreife Bücher präsentiert. Mit dem Roman „Ein anderes Amsterdam“ (Sulakauri Publishing) von Dato Turaschwili wirbt in diesem Jahr erstmals auch ein georgisches Buch bei „Books at Berlinale“ (19. Februar 2018) um die Gunst der eingeladenen Filmproduzenten. Die Frankfurter Buchmesse richtet die Reihe gemeinsam mit der Berlinale aus. Der Direktor der Frankfurter Buchmesse Juergen Boos freut sich, dass mit dem Buch von Turaschwili auf der Berlinale zugleich ein Vorgeschmack auf Georgien, Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, gegeben wird. Dato Turaschwili wurde 1966 in Tiflis geboren und studierte Literatur, Film und Kunstgeschichte in Tiflis, London und Madrid. Neben Drehbüchern schreibt er Romane, Kurzgeschichten und Theaterstücke. In seinem Buch „Ein anderes Amsterdam“ thematisiert Turaschwili das Schicksal georgischer Emigranten in den Niederlanden im 2. Weltkrieg.

Insgesamt 12 Bücher hat eine Jury aus den ursprünglich 150 Einreichungen aus 30 Ländern für „Books at Berlinale“ ausgewählt. Diese werden am 19. Februar um 15 Uhr im Festsaal des Abgeordnetenhauses vorgestellt. Nach der Präsentation laden Georgian National Book Center (GNBC) und der Ehrengast der Frankfurter Buchmesse „Georgia – Made by Characters“ zum Kaffee und Kontaktknüpfen ein. Medea Metreveli, Direktorin des Buchzentrums sieht den Auftritt in Berlin als wichtigen Programmpunkt im Rahmen des Ehrengastjahres an: „Die Verfilmung der georgischen Literatur hat eine lange und interessante Tradition. Die Präsentation des Romans von Dato Turaschwili auf der Plattform der Berliner Filmfestspiele „Books at Berlinale“ ist eine große Herausforderung für die georgische Literatur und eine Chance, von der internationalen Filmindustrie ins Augenmerk genommen zu werden.“


Georgische Filme auf der Berlinale
Volles Filmprogramm von Weltpremiere bis Klassiker

Georgien ist auf der Berlinale auch mit zahlreichen Filmen und einem umfangreichen Programm vertreten: Am 16. Februar findet in der Berlinale-Sektion „Panorama“ die Weltpremiere des neuen Films der Regisseurin Tinatin Kajrischwili „Der Horizont“ statt. Die Sektion Berlinale Classics bietet den Zuschauern neurestaurierte Filmklassiker, darunter ist auch der 1958 mit der Goldenen Palme von Cannes ausgezeichnete Film des georgischen Regisseurs Mikheil Kalatozischwili (Michail Kalatosow) „Die Kraniche ziehen“.

Die wachsende Bedeutung des georgischen Films wird durch zahlreiche Auszeichnungen untermauert. So erhält der georgische Schauspieler Irakli Kvirikadze am 19. Februar vom Netzwerk europäischer Filmorganisationen, der European Film Promotion (EFP), den renommierten „European Shooting-Stars Award“ als einer der zehn talentiertesten jungen europäischen Filmdarsteller. Der von der Deutschen Filmakademie für die „Lola” nominierte Film „Meine glückliche Familie” wird im Rahmen der speziellen Retrospektive „Lola at Berlinale” gezeigt. Nach der Filmvorführung hat das Publikum die Möglichkeit, das Film-Team kennenzulernen.

Während der Berliner Internationalen Filmfestspiele findet noch bis zum 22. Februar auch die Kritikerwoche statt. Diese wurde mit der deutschen Filmpremiere von Anna Urushadze „Eine gefährliche Mutter” eröffnet. Dieser Film ist bereits mit Preisen einiger internationaler Filmfestivals ausgezeichnet. Parallel dazu wird der georgische Film „Das leere Haus“ von Rati Tsitlanadze und Nino Varsimaschwili als ein Teil des „Talent Project Market” auf der Berlinale gezeigt. Der Film wurde unter den 10 Projekten zum Pitching ausgewählt.


 

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