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ღია [ghia] wie offen
Eine offene Welt, eine offene Gesellschaft, ein offenes Miteinander. Offenheit – das ist es, was man heutzutage von Georgien am meisten verlangt. Insbesondere die Politik scheint diese Forderung zu bekräftigen angesichts einer Gesellschaft, die 70 Jahre lang unter der Isolation des sowjetischen Systems gelitten hat und die auch nach der Erlangung der Unabhängigkeit es schwer hatte, den Anschluss zur westlichen Welt zu finden. Dabei war Georgien stets offen für andere Kulturen, andere Menschen und andere Ideen, was sich in fast jedem Bereich widerspiegelt. Wenn in Georgien eine Tür offen steht, dann ist sie in der Regel sperrangelweit offen. Das heißt, dass auch das Herz offen ist. Die von den Ausländern stets bewunderte Gastfreundschaft der Georgier ist Teil ihrer Wesensart und somit das Natürlichste auf der Welt. Es ist das Gesetz dieses Landes – ihre moralische Pflicht – und reicht damit in eine Zeit zurück, derer sich niemand mehr erinnern kann. In Georgien konnte der Reisende jederzeit vor einer Haustür stehen bleiben und nach dem Hausherrn fragen und schon hatte er einen warmen, trockenen Platz zum Schlafen. Diese Eigenheit mag verwundern, doch so ist es auch heute noch in Georgien.