ვნება [vneba] wie Leidenschaft
Leidenschaft ist das, was die Georgier auf besondere Weise antreibt. Sie, die Georgier, sind stark, eigensinnig und unbeugsam. Der greise georgische Bauer sucht mit leidenschaftlichem Eifer nach jenem bestimmten Setzling, dessen Früchte er zwar nicht mehr wird erleben können, sie jedoch als sein Andenken an seine Nachkommen weitergeben werden kann. Der mittellose georgische Maler malt mit leidenschaftlichem Eifer mitten im Bürgerkrieg, ohne Strom und ohne Nahrung, in klirrender Kälte und bei Kerzenschein, ein Bild, um damit seine eigene Welt zu erschaffen, auch wenn sie keinerlei Beachtung finden sollte. Der georgische Taxifahrer versucht mit leidenschaftlichem Eifer seinen Fahrgast statt zum Ort seiner Destination zu sich nach Hause mitzunehmen, um das gerade angefangene angenehme Gespräch bei einem guten Wein ausklingen zu lassen. Die Georgier wollen mit leidenschaftlichem Eifer zufrieden mit sich sein und dabei die Anderen in Staunen versetzen. Sie wollen mit leidenschaftlichem Eifer das Leben zu ihrem Theaterstück machen und das Theaterstück zu ihrem Leben, so wie all die anderen, zahlreichen Leidenschaften auch. Doch die zentrale Leidenschaft aller Georgier ist es, das Leben zu genießen.