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უბანი [ubaniwie Stadtviertel
Bedingt durch die Bauweise georgischer Städte geht das Wort „Ubani“ in seiner Bedeutung weit über ein einfaches, nach einem Bauplan entworfenes Stadtviertel hinaus. Hier ist das Viertel nicht einfach eine Einheit städtischer Architektur, sondern der lebendige Ort einer ewigen Gemeinschaft, wo fast alles so vertraut ist wie die eigene Familie. Im Zuge der zunehmenden Urbanisierung und Zentralisierung müssen die jahrhundertealten Vierteln zunehmend weichen, während mehrstöckige Wohnsiedlungen ihre Plätze einnehmen. In ihren historischen Zentren jedoch, dort wo die Städte ihren Ursprung haben, leben die Viertel als Phänomene der Einheit weiter. In den georgischen Städten findet man noch immer Viertel, in denen die Menschen ihre Haustüren nicht abschließen, in denen das nachbarschaftliche Leben im Guten wie im Schlechten auf der Straße stattfindet und wo die nachbarschaftliche Solidarität jede noch so kleine Angelegenheit mit einschließt. Es ist eine herzliche aber vergängliche Kultur, die zwar vom unbarmherzigen Wesen der Großstädte nachhaltig verunstaltet wurde, die ihnen aber weiterhin ein einzigartiges Gefühl von Vertrautheit und Nähe verleiht.