თბილისი [tbilisiwie Tbilisi
Tbilisi ist die Hauptstadt Georgiens. Vor 1500 Jahren, als König Wachtang Gorgasali auf der Fasanenjagd war, fand er den verwundeten Vogel in einer heißen Schwefelquelle. An jener Stelle stehen heute die Schwefelbäder von Tbilisi, ihre heißen Quellen sprudeln noch immer und der Andrang der Badewilligen ist noch immer ungebrochen. “Tbili“ bedeutet auf Georgisch warm, daher auch der Name der Stadt. Im Laufe ihrer Geschichte war sie sowohl eine einfache, militärische Festungsstadt als auch eine bedeutende und wohlhabende Handelsstadt. Tbilisi hat eine turbulente Geschichte erlebt, mehrmals wurde sie niedergebrannt, immer wieder erobert und ihre Bevölkerung nicht selten vernichtet, sogar ausgerottet, die Stadt aber in Schutt und Asche gelegt. Und trotzdem bezeichneten die Reisenden die Stadt als den Hort der Freude. Eines der (wenn auch verborgenen) Gründe dafür könnte sein, dass Tbilisi im Guten wie im Schlechten, stets das Herz des Kaukasus blieb und so alles und jeden verband und zusammenbrachte. Für den Westen stellte sie den Osten dar, für den Osten den Westen, was dazu führte, dass Tbilisi sich zu einem kulturellen Schmelztiegel entwickelte, wo die Turbane der Karawanenführer auf die Helme der Kreuzritter trafen. Die Stadt gab so Christen, Juden und Muslimen die Möglichkeit, Seite an Seite zu beten. Wahrscheinlich ist sie deswegen auch immerzu gefühlsvoll, lebendig, farbenfroh – voller ungezähmter Leidenschaft, sanfter Melodie und tänzelnder Romantik.