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მედეა [medea] wie Medea
Medea, eine Frau, die die Welt schon seit der Antike kennt. Medea, die zauberkundige Prinzessin von Kolchis, die für ihre Liebe alles aufgab und die für ihre Liebe bis zum Äußersten ging. Sie verliebte sich unsterblich in Jason, dem Anführer der Argonauten, der auf der Suche nach dem Goldenen Vlies nach Kolchis gereist war. Die tragische Geschichte ihrer Liebe ist fester Bestandteil der griechischen Mythologie. Medeas Rache war viel zu schrecklich, als dass sie die Welt hätte vergessen können. Mit der Gründung der ersten griechischen Kolonien an der Schwarzmeerküste traf das alte Kolchis auf die hellenische Kultur. Heutzutage gehen die Wissenschaftler davon aus, dass das kolchische Reich weitaus stärker und bedeutender war, als man zuerst angenommen hatte. Diese zwei unterschiedlichen Kulturen verschmolzen zu einem einzigartigen Amalgam, das sich in jeder Keramikarbeit oder jedem Schmuckstück widerspiegelt. Die Beziehung zwischen der kolchischen und der griechischen Kultur beruhte auf dem Prinzip des Gebens und Nehmens. Schon Heinrich Schliemann träumte davon, die kolchischen Siedlungen aus dem zweiten Jahrtausend vor Christus, der Zeit Medeas, zu finden und auszugraben. Die griechischen und römischen Autoren, sowie die Kolonisten, waren davon überzeugt, dass sich die Geschichte von Jason und den Argonauten genau so ereignet hatte. Medea, ihr Vater Aietes, ihre Tanten, Pasiphae, die Frau des Königs Minos, und Kirke, die auf der Mittelmeerinsel Aiaia als Zauberin lebte – sie waren das Bindeglied zwischen dem Kaukasus und dem Mittelmeer. Während all dieser langen Zeit blieb Medea selbst eine der zentralen identitätsstiftenden Persönlichkeiten des Kaukasus und insbesondere Georgiens.