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ხორუმი [khorumi] wie Chorumi
„Chorumi“ ist ein traditioneller, georgischer Volkstanz, der an der georgischen Schwarzmeerküste, genauer gesagt in Adscharien getanzt wird. In ihm verkörpern sich militärische Ordnung, Einheit und Kraft. „Chorumi“ ist ein alter Tanz, so wie der georgische Tanz selbst. In ihm steckt die ganze georgische Geschichte. Die Kampfformationen, aus denen dieser Tanz besteht, werden in ihrer Gänzlichkeit und Harmonie gezeigt, in einer einzigartigen, inneren Ordnung. Der Tanz beginnt mit dem Auskundschaften, das sich steigert und in die Kampfformationen übergeht, zum Schluss hin werden Kreise gebildet, die tanzenden Kämpfer steigen auf die Schultern ihrer Mitstreiter und bilden damit einen uneinnehmbaren Turm, eine unbezwingbare Festung. „Chorumi“ ist nur einer von vielen traditionellen Tänzen. In Georgien hat jede Region seinen eigenen typischen Tanz, nicht nur eins an der Zahl, sondern eine ganze Reihe von Tänzen. Alltägliche Ereignisse wie Krieg, Frieden, Liebe und vieles mehr werden in diesen Tänzen verarbeitet. Der georgische Tanz ist die abrupte Abfolge von Sanftheit und Strenge, ein Spektakel ungezügelter Gefühle. Der georgische Tanz scheint dem Prinzip des Männlichen zu folgen und dennoch ist überall die unsichtbare Existenz des Weiblichen zu spüren. Die Frau, sanft und bedacht, scheint sich dem Mann zu entziehen, gleichzeitig lockt und reizt sie ihn. Und sobald der Kampf zwischen den Männern entbrennt, ist sie es, die herbeieilt und ihr Kopftuch zwischen sie wirft - damit hat jeder Zweikampf augenblicklich zu enden. Der georgische Tanz ist voller Nuancen und Eigenheiten. Wie schon Grigol Robakidse sagte: „Es ist der georgische Genius, der sich in ihm entfaltet.“