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ჯინსების თაობა [jinsebis taobawie Die Jeansgeneration
Diese Wortkreation geht auf einen georgischen Autor Dato Turaschwili zurück. Sie bezeichnet die Generation von Jugendlichen im sowjetischen Georgien, die zum ersten Mal in den Genuss von Jeans kommen wollte.  Für diese Generation stellte die Jeans die symbolische Verbindung zum erstrebenswerten Fremdländischen dar. Die Jeansgeneration vereinigte in sich sowjetische Boheme und die Elite trug Hippy- und Beatnik-Elemente in sich sowie den Wunsch sich geistig und intellektuell mit der freien Welt im Westen zu verbinden. Die Jeansgeneration hätte eine einfache, nicht allzu starke, dafür aber erinnerungswürdige Subkultur bleiben können, womit sie ein gewöhnlicher geschichtlicher Abschnitt dieser Epoche geblieben wäre, hätte es zu jener Zeit nicht die großen politischen Kollisionen gegeben, die letzten Endes zum Zerfall der Sowjetunion geführt haben. In Georgien war es eben die Jeansgeneration, die in den Wirren der Unabhängigkeit und den darauffolgenden Konflikten an vorderster Front stand und die zahlreichen tödlichen Schläge über sich ergehen lassen musste. Diese Generation suchte in einer abgeschotteten Welt nichts anderes als die Freiheit und als es aus diesem Albtraum endlich erwachte, fand es sich vor einer offenen Tür wieder.