დმანისის ადამიანი [dmanisis adamiani] wie Dmanissi Hominide
Eine Forschungsgruppe aus deutschen und georgischen Archäologen stieß bei den Ausgrabungen in Dmanissi, einer kleinen, alten Stadt im Süden Georgiens, auf die Überreste zweier Schädel eines frühen Vorfahrens des Homo sapiens. Dieser Fund beweist, dass die ersten Menschen, als sie Afrika verließen, zuerst den südlichen Kaukasus erreichten und von dort aus bis nach Westeuropa vordrangen. Deswegen wurden diese Funde von den Forschern als die ersten Europäer bezeichnet. Die Archäologen haben sich schon seit Längerem für Dmanissi interessiert. 1936 begannen die ersten Ausgrabungen, 1991 kam es dann zu dem sensationellen Fund eines Hominiden-Unterkiefers, 2000 folgten dann die Schädelfunde. Diese Entdeckung löste ein weltweites Medienecho aus – von CNN bis Le Figaro kamen alle nach Dmanissi. Dieser Fund gab den Wissenschaftlern die Möglichkeit, eine 1,8 Millionen Jahre alte Population zu untersuchen. Bis zum heutigen Tag wurden in Dmanissi insgesamt fünf Schädel gefunden, damit zählen sie zu den ältesten außerhalb von Afrika entdeckten Hominini-Fossilien. Die Schädel des homo erectus aus Dmanissi zeichnen sich insbesondere durch ihre geringe Übereinstimmung mit anderen außerhalb Afrikas gefundenen Homo-erectus-Funden aus, sie erscheinen in der Regel viel primitiver.